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2013

[berichte]

TW Martin Ziemer
ganz privat

September
2013
September 2013
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Martin Ziemer steht im zweiten Jahr zwischen den Pfosten bei der TSV Hannover-Burgdorf. Mit seinen Paraden hatte der gebürtige Rostocker maßgeblichen Anteil daran, dass sich DIE RECKEN erstmalig für den europäischen Wettbewerb qualifizieren konnten. Ziemers konstant gute Leistungen sind auch Bundestrainer Martin Heuberger nicht verborgen geblieben – der DHB-Coach nominierte Ziemer in dieser Woche für den anstehenden Lehrgang in Barsinghausen. Im Exklusiv-Interview mit www.die-recken.de gewährt der Nationaltorhüter den Fans Einblicke in sein Privatleben und spricht über das bevorstehende Heimspiel gegen seinen Ex-Klub HBW Balingen-Weilstetten.


RECKEN-Nationaltorhüter gibt Einblicke in sein Privatleben

Du bist zur Saison 2012/13 vom heutigen Gegner HBW Balingen-Weilstetten zur TSV Hannover-Burgdorf gewechselt und lebst nun seit gut einem Jahr in Hannover. Welche drei Dinge findest du an der Stadt am schönsten?

Hannover ist eine unheimlich grüne Stadt mit vielen Parks und ich glaube man kann hier einen Marathon laufen, ohne eine Straße gesehen zu haben. Außerdem hat die Stadt auch eine sehr gute Kultur- und Gastronomieszene, wo man sehr viele unterschiedliche Dinge unternehmen kann sowie eine gute Infrastruktur.

Wo kann man dich in Hannover am häufigsten antreffen?

Wenn man mich nicht in der Swiss Life Hall antrifft, dann wohl am ehesten in diversen Restaurants in der Stadt.

Was ist dein Lieblingsgericht?

Natürlich Königsberger Klopse.

Mit welchen RECKEN-Spielern unternimmst du auch privat etwas?

Grundsätzlich mit allen die Zeit haben (lacht). Sprich mit allen, die keine Familienväter sind oder bei denen die Freundin nicht immer hier ist.

Wie gut verstehst du dich wirklich mit deinem Torwart-Konkurrenten Nikolai Weber? Findest du ein gutes Verhältnis unter Torhütern wichtig?

Ob man es uns glaubt oder nicht, wir verstehen uns wirklich gut. Wenn man sich jeden Tag sieht und sich nicht mögen würde, würde das nur unnötig Energie kosten. Dass sich die beiden Torhüter verstehen empfinde ich allerdings nur als eine hinreichende Bedingung, aber nicht als eine Notwendigkeit.

Nerven dich solche Fragen?

Nein, ich bin nur immer etwas verwundert, dass nur Torhütern diese Fragen gestellt werden und nicht zum Beispiel Rückraumspielern. Ich denke aber das ruht daher, dass viele Menschen meinen, die Torleute machen 50 Prozent der Mannschaft aus. Dadurch haben sie auch eine besondere Erwartung an sie, was wiederum auch diese Frage rechtfertigt.

Du bist gerade erneut für die Nationalmannschaft nominiert worden, wie findest du das?

Das ist super, dass ich eine neue Chance erhalte. Ich bin jetzt zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder eingeladen worden und es ist zwar nur ein Anfang, aber ich will jede Chance – egal wie groß sie ist – nutzen, um auch DIE RECKEN würdig zu vertreten.

Ist das heutige Spiel gegen deinen ehemaligen Club etwas Besonderes für dich? Warum?

Natürlich sind solche Spiele immer etwas Besonderes, aber an den gewohnten Abläufen vor einem Spiel sollte man nichts ändern. Ich freue mich meine ehemaligen Kollegen wiederzusehen, aber ich will dieses Spiel nicht mehr gewinnen als andere auch.

In welcher auswärtigen Halle spielst du am liebsten?

Eine sehr schwierige Frage. In der Hamburger O2 World und in der Flens-Arena ist es immer gut, aber auch in der Balinger Sparkassen-Arena, da herrscht tolle Stimmung.

Wer wird deiner Meinung nach diese Saison Meister in „der stärksten Liga der Welt“?

Ich glaube, dass die Meisterschaft grundsätzlich über den THW Kiel geht. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man aber noch nicht viel sagen. Die Rhein-Neckar Löwen haben mir bisher sehr gut gefallen und auch die SG Flensburg-Handewitt hat gute Chancen ganz vorne zu landen.