[der-tw-trainer.de] DER TW-MITTELMASS IST NICHT GENUG

2007

[presse]

Martin Ziemer engagiert TW-Trainer Martin Kussmann

in eigener Sache im November 2007
23. November 2007
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Auf dem Weg zur Topform: Torhüter des ASV Hamm lässt sich von einem Spezialisten aus Minden helfen / Vertrag läuft Ende der Saison aus
Mittlerweile ist Martin Ziemer (24) wieder guten Mutes, voller Zuversicht, dass er an alte Leistungsstärke anknüpfen kann. Es geht bergauf. In Topform zählt der gebürtige Rostocker zu den besten Torhütern in der zweiten Liga, das hat er dutzendfach nachgewiesen.

Dann kam der 17. September 2007, Ziemer trat im Training auf einen Ball und knickte um. Es war einer dieser Tage, wo einem Leistungssportler die Risiken des eigenen Tuns erst so richtig bewusst werden. Und es war ein mieser Tag, denn der Torhüter des Handball-Zweitligisten ASV Hamm war nah dran an seiner Topform als das Malheur passierte: Außenbandriss, Kapselriss und mikrofeine Brüche im Knochen. Fast acht Wochen war er raus.

Seit einiger Zeit trainiert der Ex-Magdeburger und Ex-Bernburger wieder mit dem Team, auch gespielt hat er schon wieder. „Es braucht aber noch einige Wochen, bis alles wieder rund läuft“, sagt Ziemer, der Sport, Geschichte, Lesen und Politik zu seinen Interessen zählt.

Damit schneller „alles rund“ läuft, hat sich der 1,86 Meter große und 87 kg schwere Torhüter in Eigeninitiative die Dienste eines Profis gesichert: Martin Kussmann, 46, erfahrener TW-Trainer, einer, der die Sprache der Torhüter spricht und alle Facetten des TW-Spiels kennt. Und einer, der die Inhalte praktisch wie theoretisch vermitteln kann.

Martin Z. ist begeistert von Martin K.: „Sein Training ist äußerst vielseitig und gut strukturiert. Mit klaren Kommandos legt er während aller Übungen den Schwerpunkt auf eine saubere, zweckmäßige und zeitgemäße Technik als Grundlage des Torwartspiels. Das erläutert er auch in den Gesprächen mit mir ausführlich, was es einfach macht ihm zu folgen. Er liefert mir so auch einen roten Faden, der es mir auch ermöglicht mich im Training und Wettbewerb immer wieder selbst zu überprüfen. Das gibt viel Sicherheit und Ruhe.“

Die zusätzlichen Übungseinheiten im Torwartbereich sind mit ASV-Trainer Kay Rothenpieler abgestimmt. Die Kommunikation zwischen den Trainern funktioniert, trotz der Distanz von 125 Kilometern. In Hamm freut man sich über die externe Hilfe aus Minden, und Martin Ziemer macht die Fahrerei nur bedingt etwas aus: „Klar, da entstehen Kosten, aber die trage ich gerne. Schließlich will ich soweit wie möglich nach oben kommen, und ich bin sicher, dass Martin mir dabei helfen kann.“

Die Schwerpunkte des Trainings liegen im technisch-taktischen Bereich sowie einer individuellen psychotaktischen Leistungssteigerung, sagt Kussmann. Seine ersten Eindrücke: „Martin verfügt über ein ausgeprägtes Reaktionsvermögen, trainiert auf hohem Niveau und man sieht, dass er bereits während seiner Jugendzeit beim SC Magdeburg eine fundierte, anspruchsvolle Torwartausbildung genossen hat. Unser gemeinsames Ziel ist es nun, Martins Entwicklungsprozess auf Topniveau zu beschleunigen.“ 

Und das ist nötig, denn der Vertrag von Martin Ziemer in Hamm läuft am Ende der Saison aus. Anfragen anderer Vereine aus der zweiten Liga gibt es bereits. Klar ist aber noch nichts. Außer: „Ich will in einem Verein mit Perspektive spielen“, so Ziemer.