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2011

[presse]

Ich wollte gar nicht ins Tor"

16. September 2011
16. September 2011
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Dario Quenstedt vom TuS
N-Lübbecke
Der Beginn seiner sportlichen Karriere war nicht sonderlich zielgerichtet. "Ich habe Fußball gespielt. Doch nach einem Probetraining beim FC Magdeburg habe ich eine Absage erhalten und mich dann für den Handball entschieden, weil ein Freund mich mitgenommen hat", erzählt Dario Quenstedt, der vor Beginn dieser Saison vom SC Magdeburg zum Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke gewechselte Schlussmann.


Als sich Dario Quenstedt auf der Sportschule in Magdeburg in der 5. Klasse für den Handball entschieden hatte, ging alles sehr schnell. "Beim Vorspielen habe ich die erste Hälfte auf dem Feld gespielt, die zweite Halbzeit im Tor. Draußen muss ich nicht so gut gewesen sein", erinnert er sich Augen zwinkernd. "Ich wollte gar nicht ins Tor, doch inzwischen macht mir der Job riesengroßen Spaß", ergänzt Quenstedt, der alle Nachwuchsteams des SC Magdeburg durchlief und mit der B- und A-Jugend jeweils Deutscher Meister wurde. 
Anschließend gelang ihm der Sprung in die zweite SCM-Mannschaft, ehe er in den Bundesligakader berufen wurde. "Ich konnte mich stetig weiter entwickeln. Als der SC Magdeburg in der vergangenen Saison relativ früh die Entscheidung getroffen hatte, einen international erfahrenen Schlussmann zu verpflichten, war für mich schnell klar, dass ich wechseln wollte", erzählt Quenstedt in sehr ruhigem und sachlichen Ton, wie es zu dem Wechsel zum TuS N-Lübbecke gekommen ist.
"Es gab auch noch andere Optionen, doch das Paket des TuS N-Lübbecke hat für mich am besten gepasst", sagt der 21-Jährige. Und schiebt sogleich die Begründung hinterher. "Mit Markus Baur arbeitet hier ein ambitionierter Trainer, der den deutschen Nachwuchs fördern möchte. Der Verein hat außerdem gute Neuverpflichtungen getätigt", sagt Quenstedt, der sehr ehrgeizig ist. Neben den normalen Trainingseinheiten mit der Profimannschaft ist er zweimal wöchentlich bei einem speziellen Torhütertraining bei Martin Kussmann in Hille-Holzhausen, um sich weiter zu entwickeln. "Das tut mir sehr gut", hat er bei dem immer anspruchsvoller werdenden Torhüterspiel Fortschritte bei sich erkannt. "Und natürlich versucht man sich bei Nikola Blazicko gewisse Dinge abzuschauen, auch das bringt mich weiter", erzählt Quenstedt, der sich vorgenommen hat, "mich beim TuS N-Lübbecke weiter zu entwickeln und wenn ich Spielanteile erhalte, das mit einer starken Leistung für die Mannschaft zurück zu geben".
Wenn Dario Quenstedt spricht, wirkt das alles für einen 21-Jährigen sehr besonnen und durchdacht. Und auch das hat seinen Grund. "Nebenbei mache ich ein Fernstudium, das sich mit Persönlichkeitsentwicklung befasst. Das ist einerseits sehr interessant und bietet andererseits die Möglichkeit, seinen Kopf zu trainieren", erläutert Quenstedt seine Beweggründe für diesen Studiengang.
  In seiner Freizeit hat er schon einige Spaziergänge am Mittellandkanal ("ich liebe die Ruhe") absolviert, nach Möglichkeit mit seiner Freundin. Die ist nämlich auch nach Lübbecke mitgezogen (übrigens in die vormals von Thorir Olafsson bewohnte Unterkunft) und hat in Bad Oeynhausen einen Job gefunden. "Mir geht es augenblicklich rundherum gut, mit dem Wechsel nach Lübbecke habe ich alles richtig gemacht", stellt Dario Quenstedt fest.